Die UEFA Women’s EURO 2025 verwandelte Zürich im Juli in eine Bühne des europäischen Spitzenfussballs – und das Stadion Letzigrund stand dabei im Mittelpunkt.
Vom 5. bis 23. Juli 2025 war der Letzigrund Treffpunkt für Fans aus ganz Europa. Die Atmosphäre war einzigartig: Fan Walks durch die Innenstadt, tausende jubelnde Zuschauer*innen in der „Züri Fanzone“ an der Europaallee und eine ausgelassene Stimmung, die über das Stadion hinaus die ganze Stadt erfasste.
Fussballfieber im Herzen Zürichs
Als einer von acht Austragungsorten in der Schweiz stand das Stadion Letzigrund in den letzten Wochen im Mittelpunkt: Hier trafen einige der besten Teams Europas aufeinander, begleitet von einem begeisterten Publikum, das aus allen Himmelsrichtungen nach Zürich strömte.
Mehr als 112 000 Fans besuchten die Spiele im Letzigrund, während über 170 000 Besucher:innen die Public Viewing-Angebote nutzten. Damit wurde Zürich zu einem Zentrum des Turniers, das Frauenfussball in neuer Dimension sichtbar machte.
Die UEFA Women’s EURO war während Wochen Teil des Alltags in Zürich (Foto: Stadt Zürich)
Die Spiele im Letzigrund
Besonders in Erinnerung bleiben werden die packenden Duelle, die im Stadion ausgetragen wurden:
5. Juli – Frankreich 2:1 England (Gruppenspiel, Gruppe D)
Ein packender Auftakt im Letzigrund: Frankreich gewann knapp gegen England, das mit einem schönen Abschluss noch verkürzte. Dieser frühe Schlagabtausch setzte den emotionalen Ton für das Turnier.
9. Juli – England 4:0 Niederlande (Gruppenspiel, Gruppe D)
England zeigte sich eindrucksvoll: ein klarer Sieg gegen die Niederlande, der Fans jubeln liess und Motivation für die folgende Phase weckte.
12. Juli – Schweden 4:1 Deutschland (Gruppenspiel, Gruppe C)
Der vielleicht spektakulärste Abend im Letzigrund: Deutschland ging früh in Führung, doch Schweden drehte das Spiel eindrucksvoll. Stina Blackstenius (12′) glich aus, Smilla Holmberg (25′) brachte die Führung, Fridolina Rolfö verwandelte (34′) ihren 100. Länderspiel-Treffer nach einem Platzverweis gegen Deutschland – und Lina Hurtig (80′) setzte den Schlusspunkt. Es war die höchste Niederlage Deutschlands in der Geschichte der Frauen-EM.
17. Juli – Schweden 2:2 England (2:3 nach Penaltyschiessen) (Viertelfinale)
Ein epischer Fight im Letzigrund: England lag 0-2 zurück, bevor Lucy Bronze den Anschluss erzielte und Michelle Agyemang rettete. Im Elfmeterschiessen hielt Hannah Hampton stark – und Bronze vollendete torgefährlich: England siegte 3-2 und schaffte eines der grössten Comebacks in einer EM-K.o.-Runde.
23. Juli – Deutschland 0:1 Spanien (Halbfinale)
Ein hart umkämpftes Halbfinale: Aitana Bonmatí erzielte das goldene Tor und sicherte den späteren Europameisterinnen aus Spanien den Finaleinzug – ausgerechnet im Letzigrund.
Vermächtnis der WEURO 2025
Die UEFA Women’s EURO 2025 war die bislang meistbesuchte Frauen-EM der Geschichte. Für Zürich und den Letzigrund bedeutet dieses Turnier mehr als nur ausverkaufte Spiele: Es ist ein Vermächtnis für den Frauenfussball. Mädchen und junge Frauen sehen nun häufiger ihre Idole auf der grossen Bühne – und haben gleichzeitig selbst neue Möglichkeiten, Fussball in der Stadt auszuprobieren.
Das Letzigrund Stadion, sonst Heimat vom FC Zürich, den Grashoppers Club Zürich, Leichtathletik-Weltklasse-Events und Konzerte von Extraklasse wurde in diesen Wochen zum Symbol für Begeisterung, Gleichberechtigung und sportlichen Fortschritt. Die UEFA Women’s EURO 2025 hat Zürich verändert. Noch lange wird man sich an diesen Sommer erinnern, in dem Fans aus aller Welt zusammenkamen, um grosse Fussballmomente zu feiern. Der Letzigrund war dabei nicht nur ein Stadion, sondern eine emotionale Bühne, auf der Sportgeschichte geschrieben wurde.
